Wer mit Behinderung reist, braucht verlässliche Angaben darüber, was vor Ort wirklich zugänglich ist. Das bundesweite Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ will genau das leisten – und sucht jetzt den Austausch mit Verbänden und Selbsthilfeorganisationen.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will in der sozialen Pflegeversicherung (SPV) „rund zehn Prozent einsparen” und damit mehr als das geplante Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) bisher vorsieht. „Natürlich kann ich nicht garantieren, dass es an der ein oder anderen Stelle keine Leistungskürzungen geben wird“, sagte er dem „Handelsblatt“ von heute. Dagegen warnte Niedersachsens Sozialminister Andreas Philippi (SPD) davor, Pflegebedürftige und ihre Familien weiter zu belasten. Patientenschützer warfen Linnemann vor, mit dem PNOG die Pflege zuhause zu schwächen statt, wie reklamiert, zu stärken. Unterdessen befürchten Krankenkassen, dass den Pflegekassen trotz des geplanten Sparpakets 2027 sogar eine Lücke von 2,25 Milliarden Euro droht.
Malen, Gestalten, Geschichten schreiben – kreativer Ausdruck ist ein Recht für alle. Die Bielefelder Kunstassistentin und Diplom-Psychologin Sabine Feldwieser bietet ihre praxisnahen Fortbildungen zum kreativen Arbeiten mit Menschen mit Lernschwierigkeiten ein letztes Mal an.
Rund jeder fünfte Erwachsene in Deutschland hat geringe Lese- und Rechenkompetenzen. Mit dem neuen AlphaBündnis wollen Bund und Länder ab 2027 mehr Menschen mit Grundbildungsbedarf erreichen – niedrigschwellig, alltagsnah und dort, wo die Menschen leben und arbeiten.
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat neue Empfehlungen zu abgeschlossenen Förderprojekten beschlossen. Der aktuelle Newsletter der Patientenbeteiligung zeigt: Viele Themen betreffen Kinder und Jugendliche, die Nachsorge nach schweren Erkrankungen und die Selbstbestimmung im Notfall. Und Patientenvertreterinnen und -vertreter sind zum Jubiläumskongress eingeladen.
80 junge Menschen und 40 Fachkräfte aus Einrichtungen der Erziehungshilfe in Nordrhein-Westfalen haben in Duisburg darüber beraten, wie Mitsprache im Alltag Wirklichkeit wird. Ihre Botschaft: Beteiligung darf nicht nur auf dem Papier stehen.
Die OECD hat ihre jährliche Studie „Bildung auf einen Blick“ vorgelegt. Deutschland punktet bei beruflicher Bildung und früher Bildung, doch der Anteil junger Erwachsener ohne Berufsabschluss steigt, und der Lehrkräftemangel ist spürbar. Für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen stellen sich daraus wichtige Fragen.
Die Diakonie Deutschland fordert die Bundesregierung auf, bei den aktuellen Sozialreformen dringend nachzusteuern. Besonders die geplante Pflegereform würde Pflegebedürftige und ihre Angehörigen stark belasten. Eine Forsa-Umfrage zeigt zugleich: Die Menschen vertrauen auf gemeinnützige soziale Angebote. Und im Oktober geht es in einem Fachforum um gelungene Inklusion in Kirche und Diakonie.
Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) lädt zu einem Fachtag über Demokratie und Selbsthilfe ein, ruft zum Protest gegen Kürzungen in der Pflegereform auf und gibt praktische Tipps für Familien.
Das LVR-Landesjugendamt Rheinland startet die Reihe „Menschen.Machen.Jugendhilfe.“ Im ersten Interview erklärt Wolfgang Köhler, Leiter der Zentralen Adoptionsstelle, warum Auslandsadoptionen selten geworden sind, wer heute international vermittelt wird – und warum Begleitung nicht mit dem Gerichtsbeschluss endet.
Mit dem Gewalthilfegesetz gibt es erstmals eine fachgesetzliche Grundlage für einen gesicherten Zugang zu Schutz und Beratung bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Der Deutsche Verein lädt Ende November nach Berlin ein, um die Umsetzung zu diskutieren – und um Männer als Teil der Lösung in den Blick zu nehmen.
Eine große Studie aus Israel und den USA zeigt: Schwangerschaft und Geburt wirken viel länger im Körper nach als gemeinhin angenommen. Manche Werte sind noch anderthalb Jahre nach der Geburt verändert. Ein wichtiger Befund für alle Familien – und ein Argument für mehr Unterstützung junger Eltern.
Selbsthilfe und medizinische Rehabilitation verfolgen ein gemeinsames Ziel: Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ein neuer Praxisleitfaden zeigt, wie die Zusammenarbeit konkret gelingen kann.
Geschwisterbeziehungen sind oft die längsten Beziehungen im Leben. Trotzdem werden Brüder und Schwestern von Menschen mit Behinderung in der öffentlichen Debatte kaum wahrgenommen. Ein neues Buch und ein Podcast der Journalistin Dunja Batarilo wollen das ändern.
Reform der Eingliederungshilfe, Kürzungen im Pflegeneuordnungsgesetz, gepoolte Schulbegleitungen: Der aktuelle Kurznewsletter des Bundesverbands für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) zeigt, an wie vielen Stellen Teilhaberechte gerade verteidigt werden müssen – und wo Familien konkrete Hilfe finden.
Seit 2022 bezahlen die Krankenkassen den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT). Das Deutsche Institut für Menschenrechte unterstützt nun nachdrücklich einen fraktionsübergreifenden Antrag im Bundestag, die Folgen systematisch zu untersuchen – mit Menschen mit Behinderungen am Tisch.
Psychisch bedingte Krankschreibungen sind bei AOK-versicherten Beschäftigten in zehn Jahren um knapp 42 Prozent gestiegen. Der Fehlzeiten-Report 2026 zeigt aber auch: Gute Arbeit kann schützen – ein wichtiger Gedanke für eine inklusive Arbeitswelt.
Wer im Job Unterstützung durch ein Jobcoaching braucht, findet passende Fachleute jetzt leichter: REHADAT bündelt die Kontaktdaten qualifizierter Jobcoaches in einer neuen Übersicht. Gestartet wird mit Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen.
Seit 1996 hilft die gemeinnützige Stiftung Gesundheit Menschen, passende Ärztinnen, Ärzte, Kliniken und Therapien zu finden. Für Familien von Menschen mit Behinderungen und seltenen Erkrankungen kann eine solche Orientierung besonders wertvoll sein.
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